...und nun sitze ich hier und habe schon fast die Hälfte meiner Reisezeit hinter mich gebracht – zumindest die Zeit in Neuseeland ist nun endgültig rum. Aber was soll ich sagen: “Ich komme wieder!” ;) Hat man sich einmal in den Bann ziehen lassen, dann wird man den Drang an diesen Ort zurückzukommen, so schnell nicht wieder los. Zu malerisch die Talsohlen des Fjordlandes, zu blau das Eis der Gletscher im Mt. Aspiring Park, zu erholend die Abgeschiedenheit des Abel Tasman Parks mit seinen verlorenen Hippies und zu fordernd die Kletterparadiese des Castle Hill. Zum Leben und Arbeiten ist die Insel wohl zu abgeschieden, zu weit weg vom Geschehen in der Welt, ohne eigene Kultur, aber zum Abschalten, Urlaub machen, Beine ausstrecken und Kopf leer kriegen DER Ort auf Erden schlecht hin.
Jetzt werden mich bestimmt einige Fragen: “Was hast Du denn mitgenommen?” Nun ja. Es fällt schwierig eine kurze Antwort darauf zu geben – und ohne in die “pseudo-philosophische” Schiene abzurutschen. Natürlich hat man viel Neues kennengelernt, vor allem viele neue Leute kennengelernt, viel neues ausprobiert, gefahren, gereist, bestaunt, gefeiert. Wahrscheinlich können die, die selbst im Ausland waren und gereist sind, am besten nachempfinden, was es bedeutet, und gleichzeitig wird es immer etwas Einzigartiges für jeden von uns sein. Noch bin ich nicht am Ende, und ich freue mich schon auf die neuen Etappen, aber ich spüre, dass es weiter gehen muss.
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And so my time here in New Zealnd comes to an end. With all the working and traveling around the South Island it was an amazing experinece. All these new impressions, all these interesting people, all the stunning places I have seen so far. It is a place that you cannot disconnect yourself with. It holds and pulls you back from time to time-and it should. Even I cannot think of living and working here for a longer time, this place is the best to escape from all hectic, stress and pressure of the fast cities, the best to clear and relax your mind, and to live every moment as it comes.
It is hard to explain what you learn from a journey like this. It is new, interesting, demanding, confusing and unique at the same time. Maybe just people who were traveling by themselves know what I mean, but it has to be something everyone of us has to find out by himself. And as I will miss all the places I feel it is time to continue, to push myself forward, and to be excited of all what will come in the next months.
Zwischendurch bin ich dann mal für drei Tage in die Wildness rein…
Viele haben mich gefragt, wie denn so das “aufregende” Leben in Neuseeland aussieht. Jeden Tag neue Entdeckungen, neue Sprache, neue Gesichter, neue Orte, neues Leben?
Ich weiß nicht. Vielleicht können mir diejenigen, die selbst im Ausland waren oder sind, dies bestätigen: Ja, der Anfang ist aufregend, aber nach einiger Zeit kennt man die Gesichter, die Orte, das Leben. Würde ich nach meiner Person gehen, würde ich behaupten der Mensch ist Gewohnheitstier, jemand der sich sehr schnell anpassen und Muster aufbauen kann. Für meinen Fall gilt das im besonderen Maße: eine Praktikum, feste Arbeitsstelle, fester “Freundeskreis” (ich stelle dies mal in Anführungszeichen, da ein Freundeskreis hier eher ein rotierendes Etwas ist; wirkliche Freundschaften werden sich wieder zurück in Deutschland zeigen, wenn man die Leute wieder besucht – oder auch nicht.), WG, fester Wohnort. Bedeutet soviel wie: selbe Gesichter, selber Weg, selber Ort, selber PC, selbes Essen… Und auch wenn sich dies öde und langweilig anhört, hat eine Routine etwas unglaublich Beschützendes, Sicheres, Vertrautes, an deren Anfang immer ein ‘Neuanfang’ stand. Dies bedeutet kurzgefasst eine Neuorientierung, Konsolidierung und Festigung bzw. Vermischung neuer Verhaltensweisen mit alten bewerten Verhaltensformen, aber auch ein Überdenken dessen was man kennt. Es ist faszinierend wie man in so einem Neuanfang fokusiert auf sich selbst schaut und probiert Gutes von Schlechten zu trennen. Jeder der mal für einen längeren Zeitraum sich mit Spielen beschäftigt hat, wird dieses Gefühl des Besser-Machen-Wollens bestimmt von jedem ‘Neustart’ her kennen. Das Gefühl nochmal von vorne zu beginnen und viel konzentrierter zu handeln.
Und am Ende steht etwas ganz Zentrales, etwas das nie aufhören darf und nie still stehen darf: Eine stetige Bewegung, ein stetiges Zweifeln, nie ruhen, immer weiter.
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Die Erde ist glitschig, aufgeweicht vom vergangenem Regen und festen Tritten. Ich mache einen Meter Höhe auf zwei Meter Strecke. Das ist steil, manchmal steiler, härter, manchmal flacher, erolsamer. Ein stetes Bergauf. Arbeit. Übersäuerte Oberschenkel, krampfende Waden, der Körper verlangt nach Ruhe, Erholung. Was er kriegt ist Wasser und Brot – vorerst. Ich komme in einen Rythmus, Laufrythmus, Atemrythmus. Ein schweres Atmen. Der Mund ist weit aufgerissen, zieht die Luft in die Lungen, wie die Biathleten kurz vor dem Zieleinlauf. Der Rucksack zieht in die entgegengesetzte Richtung, 16 vielleicht 18 Kilo. Warum? Ich starre auf den Boden, suche den besten Tritt, den festen Halt.
Ich öffne die Augen wieder. Der Kopf streckt sich, aufrechter Gang. Ruhe kehrt in den Körper zurück. Ich betrete neues Land. Der Horizont ist immer noch an der selben Stelle. 30 Kilometer später.
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So nun also der zweite Artikel in diesem wunderbaren Blog. Sorry, dass ich es nicht früher hinbekommen habe, aber wenn man erst mal seinem Leben einen Hauch von Rythmus einverleiben will, dauert es so seine Zeit.
Ich muss jedoch gestehen, dass ich nicht nur unterwegs war. In der ersten Woche Arbeit habe ich erst mal eine WG finden können: Nähe zur Uni, wo ich arbeite, ein schmuckes kleines Häuschen, nein, eine Bretterbude wie jedes andere Haus, vom nächsten Luftstößchen auf argste bedroht, aber sehr nette Mitbewohner. Der Hauptmieter ist Captain des Tramping-Clubs und was das bedeutet, könnt ihr Euch selbst ausmalen…oder abwarten wenn die nächsten Bilder diesen Blog bereichern. Dann ging es am zweiten Wochenende gleich hoch ins Gebirge (noch ohne Captain), aber mit reichlich Ergeiz. Nach den ersten 500 Höhenmetern waren die schnell verbraucht und ich würde die folgenden Stunden eher Tortour nennen, aber auch hier…es hat sich gelohnt…Bilder, und was für welche!! Zweite Woche Arbeit; zweites Wochenende und gleich mein erstes Live-Rugby-Spiel in diesem Rugby-verrückten Land. Einfach unglaublich, was hier abgeht wenn die Nationalmannschaft spielt. Die South Africa Springbocks wurden dann auch gleich niedergemacht….und gestern folgte dann Australien!! Der Tri-Nations-Cup ist jezt in Kiwi-Hand ;)!! Bin schon gespannt was im September los ist, wenn in Frankreich die WM stattfindet…












































